Rückkehr zum Normalbetrieb unter Pandemiebedingungen

So läuft im Schülerhort „Kosmos“ derzeit die Betreuung. Anmeldungen für das nächste Schuljahr noch möglich.

 

Der Schülerhort „Kosmos“ des Hockenheimer Ortsverbands des Deutschen Kinderschutzbundes musste ebenso wie Schulen und Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg ab dem 17. März seinen Betrieb einstellen. Während der pandemiebedingten Schließung konnten Hortkinder zweimal wöchentlich Bücher und Spiele ausleihen, Eltern konnten an diesen Tagen persönlichen oder telefonischen Gesprächskontakt suchen, wenn der Kontakt per E-Mail nicht ausreichte.

Seit dem 29. Juni mit Wiederaufnahme des Schulbetriebs für alle Schüler an den Grundschulen dürfen auch im Schülerhort alle Hortgrundschüler wieder betreut werden. „Das ist eine befriedigende Lösung für Eltern, Kinder und Einrichtung, da doch alle sehnsüchtig auf eine konstante Betreuung bis zu den Sommerferien gehofft hatten. Sehr lange war die Zeit, in der Kinder und Eltern auf sich allein gestellt waren“, findet Hortleiterin Elisabeth Pioro. Weniger schön sei allerdings die Tatsache, dass Schüler ab der 5. Klasse der weiterführenden Schulen nur betreut werden dürfen, wenn sie auch Unterricht in Präsenz haben, also nicht während der Zeit des Fernlernunterrichts. Der Alltag im Hort habe sich generell sehr geändert, berichtet sie. Alle Vorschriften des Kultusministeriums und des KVJS (Kommunalverband für Jugend und Soziales) als Aufsichtsbehörden müssen befolgt werden, außerdem muss vor Ort alles getan werden, um Kinder, Eltern und Erzieher vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen.

 

Um alle Regelungen zu berücksichtigen und in den Alltag einzupassen, es für die Kinder aber durchschaubar und verständlich zu machen, wurden beispielsweise Abläufe so geändert, dass sich 20 Kinder aus verschiedenen Schulen und Klassen nicht gleichzeitig in einem Raum aufhalten. Jedes Kind hat einen festen Platz zum Arbeiten und Essen, die Abstandsregeln von 1,50 Meter werden hierbei eingehalten (entweder an einem Einzeltisch oder zu viert an einem großen Tisch). Eine Mund-Nasen-Bedeckung wird von Erziehern und Kindern getragen, wenn der erforderliche Abstand nicht eingehalten werden kann, etwa beim Spielen, Basteln oder Arbeiten.

Diese Regel gilt nicht im Außenbereich. Die Mahlzeiten, die früher gemeinsam an zwei großen Esstischen eingenommen wurden und sich jeder selbst schöpfen durfte, werden nun wie in einer Kantine ausgegeben und entzerrt am Einzelplatz eingenommen.

 

Zum aktualisierten Hygienekonzept gehört auch häufiges Händewaschen – egal ob beim Eintreffen im Hort oder bei Tätigkeitswechseln achten alle Beteiligten sorgsam auf die Einhaltung. „Alles in allem ist das für uns alle im Hort, für die Kinder wie auch die Erzieher, eine große Herausforderung, die wir aber gemeinsam bewältigen können“, gibt sich Elisabeth Pioro optimistisch.

Was alle sehr bedauern, ist die Tatsache, dass die Sommerfreizeit in der ersten Ferienwoche nicht stattfinden kann, da eine Gruppenreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht einfach zu bewerkstelligen ist und zudem entsprechende Übernachtungshäuser sowie Freizeiteinrichtungen auch nur eingeschränkt funktionieren. So werden die Ferien in Hockenheim verbracht werden, mit viel Natur im Programm. Wie es nach den Ferien in den Schulen weitergehen wird, muss abgewartet werden. Das Hygienekonzept im Hort wird bis auf Weiteres beibehalten werden. „Wir hoffen, dass eine erneute Schließung von Schulen und Kindertageseinrichtungen nicht notwendig werden wird“, so die Hortleiterin. Sie weist darauf hin, dass es für das Schuljahr 2020/21 noch freie Hortplätze gibt.

 

Weitere Informationen gibt es bei Leiterin Elisabeth Pioro im Schülerhort oder per E-Mail