Ferienprogramm: Mit dem Kinderschutzbund Hockenheim in den Zoo Heidelberg

18 Kinder hatten das Vergnügen mit dem Team des Kinderschutzbundes Hockenheim einen interessanten Tag im Zoo Heidelberg zu verbringen. Nachdem der Bus mit etwas Verspätung vom vereinbarten Treffpunkt abfuhr, begrüßte Constanze Rothe alle Kinder und stimmte sie auf den bevorstehenden Zoo Besuch ein.

Im Zoo angekommen machten sich die Kinder auf die Spurensuche. Nach einem ersten Trip durch den Zoo hatte sich die Gruppe einen Überblick verschafft und es zeigten sich die verschiedenen Vorlieben der Kinder. Die Betreuerinnen richteten ihren Stützpunkt auf dem Spielplatz ein und strömten von dort in Kleingruppen aus, je nach Interesse der Kinder.

Das Affenhaus war eine gefragte Adresse. Die Affen betrachteten die Besucher genauso interessiert, wie umgekehrt die Kinder sie durch eine große Glasscheibe beobachteten. Die Kinder entdeckten die großen Gorillas. Dabei erkannten sie, dass der Größte, ein Graurücken, umher lief und sich nach Essbarem umschaute. Die bedrohten Asiatischen Elefanten waren bereits im Freigehege und machten mit ihrer Größe einen starken Eindruck auf die Kinder. Mia fragte, ob sie schon sehr alt sind. Tatsächlich sind diese riesigen Tiere noch Jungbullen. Normalerweise werden sie in der freien Wildbahn von älteren Elefanten erzogen. Im Zoo erhalten sie ein besonderes Training. Sie lernen wie alle Kinder das Sozialverhalten. Das Einüben des Sozialverhaltens ist bei Elefanten genauso wichtig wie bei Menschen, um ein sicheres Zusammenleben zu gewährleisten. Die Elefanten werden täglich trainiert und das im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP).

Anschließend kam die Gruppe an einer Tier Vorführung vorbei. Es wurde eine sehr zierliche Schleiereule und ein Gürteltier präsentiert. Das Gürteltier sah fast künstlich aus, wegen des ungewöhnlichen Panzers. Es wuselte umher und war sehr scheu. Das Gürteltier wurde mit lebendigen Würmern gefüttert. Der Tierpfleger erzählte, dass die Schleiereule nur noch selten vorkommt, da sie nur noch wenige Möglichkeiten habe sich tagsüber sicher zu verstecken. Als es weniger Wald gab, versteckte sie sich in Scheunen und fand dort schnell auch Mäuse in der Nacht. Sie werde selbst von eigenen Artgenossen gefressen, wenn sie entdeckt wird, zum Teil auch von Krähen. Ihr Gesichtsfeld ist eingeschränkt und sie kann auch nicht schnell fliegen. Sie war aber so schön, zierlich und sanft anzusehen, dass die Kinder lange dort blieben. Der Uhu sei dagegen wieder häufiger zu finden, er könne sich den veränderten Bedingungen besser anpassen.

 

Simon und Mark waren sehr gespannt auf den Luchs. Das Gehege liegt etwas abseits von den Raubtieren. Die Kinder mussten richtig suchen, aber es hatte sich dann gelohnt. Ein Luchs lag unter einem Stein und ein anderer hatte sich hinter einem Baum versteckt. Die Kinder konnten seinen Kopf sehen, während er schlief. Sie konnten deutlich die "Fellpinsel" an seinen Ohren sehen. Die Kinder waren sehr leise. Dann gab es plötzlich ein Geräusch und der Luchs schreckte aus dem Schlaf hoch und die Kinder konnten ihn in Aktion erleben.

 

Danach ist die Gruppe zufrieden den weiten Weg zum großen Spielplatz zurückgelaufen. Vorbei an den Löwen und am Robbenbecken, das leider leer war. Dort wurde frisches Wasser eingelassen und kein Robbenbaby war zu sehen. Eine Kleingruppe besuchte die Ziegen. Stella und Angelique waren findig und entdeckten die Bürsten in einer Box. Nachdem die anfängliche Unsicherheit überwunden war, bürsteten und massierten sie die Tiere mit viel Enthusiasmus.

Zwischendurch wurde das reichhaltige Picknick angesteuert, wo frische Brötchen, Würstchen, Käse, Kekse, Gemüse und Getränke zum Verzehr bereit standen. Zum Abschluss bekamen alle Kinder ein Eis und ein Lob für ihr zuverlässiges Verhalten. Auf der Heimfahrt waren manche Kinder so müde geworden, dass sie ein Nickerchen im Bus machten, um dann fröhlich von ihren Eltern wieder in Empfang genommen zu werden. Bennett berichtete beim Abholen, dass ihm die Eule am besten gefiel.